Beschäftigung für die Hunde - Trüffel finden....

Joya liebt es zu Trüffeln. Sie mag eigentlich Trüffel nicht und frisst sie nur ganz selten selber - die Belohnungspaste liebt sie aber um so mehr. Wir versuchen gerade herauszufinden, wo es in der Ostschweiz so fein riechende Knollen zu finden gibt....

Jiaru hat nachdem er mal als 4-6 Monate alter Welpe ab und zu ein Trüffeli fand nun eine 3 monatige Trüffelpause eingelegt. Doch auch ihm schmeckt die Belohnungspaste und die gibt es nur, wer ein Trüffeli abgibt und so muss er wohl oder übel ab und zu auch nach der Knolle suchen. So langsam scheint es ihm wieder Spass zu machen....
Pubertät lässt grüssen. Inzwischen ist Jiaru nicht mehr in der Pubertät und ist ausgezogen. Er arbeitet jetzt zum Wohle "seiner" Familie.

Lioba scharrt auch schon fleissig in der Erde..... bin gespannt.... Lioba hat sich toll entwickelt und trüffelt inzwischen ausgezeichnet. Sie hat kurz vor ihrem 1. Geburtstag angefangen und hat richtig Spass dabei.

Und Sasso hat zu unserer grossen Überraschung auch schon seinen ersten Trüffel gefunden, kurz vor seinem 10. Geburtstag! Vielleicht deshalb, weil er immer zusehen konnte, wie das geht und einfach auch gelobt und belohnt werden wollte? Er rümpft nun nicht mehr die Nase, wenn er welche zum Fressen angeboten bekommt, im Gegenteil. Er frisst alles was ihm an Trüffeln unter die Nase kommt, auch wenn ich der Meinung bin, er könnte seine Fundstücke abgeben....

Asia die kleine Italienerin - noch Welpe/Junghund, lässt die Arbeit die Workoholikerinnen machen, doch wenn die nicht alles ausgraben, scharrt sie auch schon, und macht darauf aufmerksam, dass da noch etwas ist.... und sie hat immer Recht!

Ambra, unsere "Lagotto-Schmusekatze" Trüffelt auch. Auch sie macht das hervorragend... mit ihr zu Trüffeln ist gemütlich, da sie immer wartet und einen anschaut, wenn sie etwas gefunden hat.

Manche Hunde bringen sich das Trüffeln selber bei... es ist natürlich einfacher, wenn bereits ein Hund da ist, der das Trüffeln beherrscht. Die Hunde schauen sich dann gegenseitig ab und eifern nach.... Meine Joya und ihr Sohn Jiaru mussten das aber von Grund auf lernen, was ziemlich viel Aufwand und Training bedeutete.
 


Funde:
 
Tuber Uncinatum
Man stellt sich das so locker vor, Trüffel zu finden... doch auch unsere Hunde brauchten einiges an Vorbereitung und Training, bis sie dann im Wald anfingen Trüffel zu finden. Oft ist das Gelände auch nicht gerade eben und es kann sein, dass man ganz schön Kondition braucht um den Hunden nachzusteigen, wenn sie zu graben beginnen - und nicht selten graben sie auch ungeniessbare Hirschtrüffel aus oder graben Mäusewohnungen um.

Wie bringe ich meinen Lagotto zum Trüffel suchen anklicken(von Christine Frei und mir)
Mehr Infos zu den verschiedenen Trüffelsorten welche in der Schweiz gefunden werden können, werden laufend auf dieser Seite ergänzt.


Tuber Brumale
 
Oberstes Gebot unter Trüffelfindern ist, den Fundort so zu verlassen, wie man ihn angetroffen hat. Es ist Ehrensache, dass sämtliche Löcher wieder zugedeckt werden - denn sonst werden da nie mehr Trüffel wachsen, weil sich die Trüffelsporen nicht mehr entwickeln können.

Dies ist auch der Grund, weshalb sich Schweine weniger eignen um Trüffel zu finden, da sie den Boden derart stark und grossflächig umgraben, dass da nie mehr Trüffel wachsen werden.


hier noch schmutzig Tuber Aeistivum

 

Trüffel gibt es in allen Grössen. Vom Kleinen mit 5mm Durchmesser und vielleicht 3g schwer bis zum Tennisball grossen (98g) oder noch grösseren. Unser grösster Trüffel wog 225g.

  
  
  


Hirschtrüffel (nicht geniessbar)
Hirschtrüffel, Hirschbrunst, Elaphomyces cervinus, kugelige, unterirdische Fruchtkörper. Die Hirschtrüffel ist ungenießbar; sie wurde früher als Brunstmittel für Rinder und Schweine verwendet.

Es gibt auch noch sehr ähnlich aussehende weisse ungeniessbare Trüffelsorten in der Schweiz, z.B. Tuber Excavatum innen ist er hell gemasert, wie die geniessbaren Trüffel (Bild fehlt).

 

Tuber uncinatum chatin = Burgundertrüffel

        
 unter Eiche gewachsen                                                            unter Buche gewachsen                                                          unter Haselnuss gewachsen

Trüffel zu unterscheiden kann ganz schön schwierig sein, je nach dem unter welchem Baum oder Busch sie gewachsen sind, unterscheiden sie sich in der Fruchtfleischfarbe aber auch im äusseren Aussehen. Diese Trüffel sind alle reif und verbreiten einen angenehmen, kräftigen Duft. Lagotti graben nur reife Trüffel aus.

Der Tuber Uncinatum ist sehr ähnlich dem Tuber Aestivum wird aber von Oktober bis Januar geerntet. Er hat eine unregelmässige Form, eine schwarze/dunkelbraune, warzige Haut und das Fruchtfleisch ist meistens braun. Die Adern sind weiss, dicht und verzweigt. Er kommt in der Ebene und im Hügelland vor und bevorzugt Schwarzföhren, Eichen, Hasel, Linde und andere Baumarten. Er riecht nach Pilz oder Unterholz, Haselnuss und bei manchen Exemplaren nach Phenol. Geschmacklich schmeckt der Burgundertrüffel (Tuber Uncinatum) nach Haselnuss.

In der italienischen Küche nimmt er Platz 3 ein, hinter Tuber Magnatum und Tuber Melanosporum.


 

Tuber brumale vittandi = Wintertrüffel - Muskattrüffel

Hat eine schwarze, fein warzige Rinde (Peridie) und eine grau-dunkelgraue bis schwarze Schnittfläche (Gleba) mit weisser Marmorierung.
Sehr dunkle Exemplare können mit dem Périgord-Trüffel verwechselt werden. Er kann geerntet werden von Dezember bis März und kommt im Flach- und Hügelland vor. Oft erinnert der Geruch an Moschus und der Geschmack ist erdig.

Wie sieht die Gegend aus, wo Trüffel gefunden werden?

Im Winter       Im Frühling            Im Sommer         Im Herbst

 

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